Geigenbau in Wien · seit 1993
Streichinstrumente,
die antworten wollen.
Neubau, Restauration und Handel — für Musikerinnen und Musiker, die ein Instrument suchen, das ihnen über Jahre antwortet. Werkstatt im Werkstättenhof Mollardgasse, gegründet 1993 von Geigenbaumeisterin Gerlinde Reutterer.
Werkstatt seit 1993
Ein Instrument ist ein Gegenüber, kein Werkzeug.
Eine gute Violine, Bratsche oder ein gutes Violoncello antwortet — auf die Hand, die sie hält, auf den Raum, in dem sie steht, auf die Musik, die ihr abverlangt wird. Bauen, restaurieren und vermitteln heißt in unserem Atelier: das Antwortverhalten eines Instruments verstehen und es schützen.
Jede unserer Arbeiten beginnt mit der Hand am Holz und dem Ohr am Instrument. Skizze, Modellauswahl, Lackrezept, Restaurierungsstrategie — all das entsteht in direkter Absprache mit den Musikerinnen und Musikern, die das Instrument später spielen werden.
- Eigene Werkstatt
- Persönliche Beratung
- Modelle alter Meister
- Moderne & barocke Bauweise
Sechs Felder
Was hier unter den Händen entsteht.
Vom Neubau über Reparaturen bis zu Expertisen und Barockumbauten — die Bandbreite unseres Ateliers.
Neubau · Modelle
Nach Vorlagen alter Meister.
Wir bauen Violinen, Bratschen und Violoncelli meist nach historischen Vorlagen — Gofriller, Guarneri, Testore, Stradivari. Jedes Instrument ist ein Einzelstück.

Violine
Modell Gofriller
Vorlage: Matteo Gofriller, Venedig um 1700

Violoncello
Cellomodell Stradivari „Davidov"
Vorlage: Antonio Stradivari, Cremona 1712 — das „Davidov"-Cello

Viola
Violamodell Guersan
Vorlage: Ludovicus Guersan, Paris 1770
Atelierinhaberin
Gerlinde Reutterer.
Aufgewachsen in der Werkstatt ihres Vaters Dietrich Reutterer, der den Beruf schon vor ihr in Mittenwald gelernt hatte. Was die Mehrzahl der Geigenbauerinnen und Geigenbauer nur als Lehrbuchwissen kennt, ist hier mit dem Aufwachsen mitgewachsen.
Drei Jahre Geigenbauschule Mittenwald, ein Jahr in Cremona bei Greg T. Alf und in Boston bei der Streichinstrumenten-Akustikerin Carleen Hutchins, fünf Jahre als Restauratorin in Amsterdam bei Andreas Post — und 1991 die Meisterprüfung in Innsbruck.
Seit 1993 eigene Werkstatt in Wien. Heute betreut sie Musiker:innen aus den großen Wiener Klangkörpern, baut zwei bis drei neue Instrumente im Jahr und kümmert sich um den Bestand alter Meisterinstrumente.

Werdegang
Mittenwald, Cremona, Boston, Amsterdam — Wien.
Stationen einer fast vierzigjährigen Ausbildung und Arbeit am Streichinstrument.
1980 – 1983
Geigenbauschule Mittenwald
Drei Jahre Grundausbildung in der ältesten deutschsprachigen Geigenbauschule, nach einer kurzen Mitarbeit in der Werkstatt des Vaters Dietrich Reutterer in Hallein.
1983 – 1984
Cremona und Boston
Studienaufenthalte bei Greg T. Alf in Cremona und bei der amerikanischen Streichinstrumenten-Forscherin Carleen M. Hutchins in Boston.
1985 – 1990
Amsterdam
Fünf Jahre Assistenz als Restauratorin in der Werkstatt von Andreas Post — Spezialisierung auf alte Meisterinstrumente und barocke Bauweise.
1991
Meisterprüfung
Ablegen der Geigenbaumeisterprüfung in Innsbruck.
1993
Eröffnung der eigenen Werkstatt in Wien
Bezug des Ateliers im Werkstättenhof Mollardgasse, 1060 Wien — am gleichen Standort bis heute.
Verkauf
Aktueller Bestand an alten Meisterinstrumenten.
Eine kuratierte Auswahl an Violinen, Violen, Violoncelli und Bögen — modern oder barock montiert.






Referenzen
Mit wem wir arbeiten.
Musikerinnen und Musiker aus den Wiener Klangkörpern bilden den Kreis unserer Stammkundschaft. Neben der individuellen Betreuung haben wir in den letzten drei Jahrzehnten unter anderem für diese Häuser gearbeitet:
- Capella Leopoldina, Wien
- Concentus Musicus, Wien
- Esterházy Privatstiftung
- MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
- Kroatisches Nationaltheater, Zagreb
- l’orfeo Barockorchester, Linz
- mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
- Niederösterreichisches Tonkünstler-Orchester
- Technisches Museum Wien
- RSO – Radio-Symphonieorchester Wien
- Volksoper Wien
- Jüdisches Museum Wien
- Salzburg Museum
- Wiener Symphoniker
Häufige Fragen
Bevor das Telefon klingelt.
Was hier nicht beantwortet ist, klären wir gerne im persönlichen Gespräch.
Wie lange dauert es vom Auftrag bis zum fertigen neuen Instrument?
+
Mehrere Monate — ein Meisterinstrument entsteht in reiner Handarbeit. Pro Jahr stellen wir zwei bis drei neue Streichinstrumente fertig, jedes ist ein Einzelstück mit eigenem Klang und individueller Ausführung. Termin und Modell besprechen wir vor Beginn ausführlich.
Was kostet eine Bogenbehaarung?
+
Geigen- und Bratschenbögen kosten € 105,–, Cellobögen € 115,–. Nach Terminvereinbarung sind beide meist innerhalb eines Tages erledigt. Eine ausführliche Preisliste findet sich auf der entsprechenden Seite.
Begutachten Sie auch Instrumente, die nicht von Ihnen verkauft wurden?
+
Ja. Vor einer mündlichen Auskunft bitten wir um Zusendung von Fotos per E-Mail — wir antworten dann, ob sich eine Begutachtung lohnt. Für die anschließende Sichtung berechnen wir € 60,– pro angefangener halber Stunde.
Bauen Sie auch Barockinstrumente oder nur moderne?
+
Beides. Wir bauen barocke Violinen, Violen und Violoncelli neu und passen alte Meisterinstrumente auf Wunsch in ihre ursprüngliche barocke oder klassische Bauweise zurück — meist im Rahmen einer ohnehin nötigen Reparatur.
Stellen Sie Wertbestätigungen für die Versicherung aus?
+
Ja. Wir erstellen Wertbestätigungen, die Wert und Erhaltungszustand des Instruments oder Bogens beschreiben, und können sie nach einigen Jahren unkompliziert aktualisieren. Für Instrumente, die durch uns verkauft wurden, ist das kostenlos.
Anfrage
Welches Instrument
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Termine im Atelier nach Vereinbarung. Schicken Sie uns gerne Fotos vorab — dann antworten wir, ob sich eine Begutachtung lohnt.