Neubau
Streichinstrumente,
in reiner Handarbeit.
Pro Jahr entstehen in unserem Atelier zwei bis drei neue Meisterinstrumente. Jedes ist ein Einzelstück mit individuell gewählter Vorlage, eigenem Klang und auf den Spieler oder die Spielerin zugeschnittenen Spieleigenschaften. Den Entstehungsprozess begleitet der direkte Austausch mit den Musiker:innen, die das Instrument später bespielen werden.

Modellauswahl
Vorlagen alter italienischer Meister.
Die Wahl der Vorlage entscheidet wesentlich über Klang und Spieleigenschaften. Diese Modelle bauen wir regelmäßig — andere auf Anfrage.
Violinen

Modell Gofriller
Vorlage: Matteo Gofriller, Venedig um 1700
Venezianisches Modell mit voller Mitte und tragfähigem Bassbereich — eine Vorlage, die in unserer Werkstatt regelmäßig gebaut wird, weil sie kammermusikalisch genauso trägt wie im Orchester.
verfügbar nach Absprache

Modell Guarneri del Gesù „Kreisler"
Vorlage: Josef Guarneri del Gesù, Cremona 1733
Nachbau der „Kreisler"-Guarneri, die Fritz Kreisler über Jahrzehnte als sein primäres Konzertinstrument spielte — fokussierter Klang mit dunklerer Färbung.
derzeit nicht verfügbar

Modell Guarneri del Gesù „D’Egville"
Vorlage: del Gesù, Cremona 1735, gespielt von Yehudi Menuhin
Nach der „D’Egville"-Guarneri von 1735 — kräftiger Korpus mit breiter Verteilung im Tutti und einer Klarheit in den oberen Lagen, die Menuhin geschätzt hat.
derzeit nicht verfügbar

Modell Testore
Vorlage: Carlo Giuseppe Testore, Mailand
Mailänder Vorlage — etwas weniger gewölbt als die venezianischen Modelle, mit einem unmittelbaren Anspracheverhalten in der mittleren Lage.
derzeit nicht verfügbar

Modell Gagliano
Vorlage: Nicolò Gagliano, Neapel
Neapolitanisches Modell, das sich besonders gut für klassische oder barocke Montierung eignet. Häufige Wahl für Musiker:innen, die zwischen historischer und moderner Aufführungspraxis pendeln.
verfügbar — derzeit klassisch montiert
Violen

Violamodell Guersan
Vorlage: Ludovicus Guersan, Paris 1770
Ein kleines altfranzösisches Bratschenmodell — passt für moderne ebenso wie für barocke Montierung. Wir wählen es oft für Spieler:innen, die ein griffiges, nicht zu großes Instrument suchen.
verfügbar nach Absprache
Violoncelli

Cellomodell Stradivari „Davidov"
Vorlage: Antonio Stradivari, Cremona 1712 — das „Davidov"-Cello
Stradivari-Vorlage in voller Größe, nach dem berühmten „Davidov"-Cello — getragen, präsent, mit dem klassischen, weit reichenden Stradivari-Ton.
verfügbar nach Absprache

Cellomodell „Venetianisches Barockcello"
Vorlage: venezianisches Modell um 1700, in 7/8-Größe
Barockcello nach venezianischer Vorlage — etwas kleiner gehalten in 7/8, ideal für Continuo und kammermusikalische Besetzungen mit historischer Aufführungspraxis.
verfügbar nach Absprache

Cellomodell Martin Stoss
Vorlage: Martin Stoss, Wien 1833
Wiener Vorlage von Martin Stoss, einem der wichtigsten Wiener Geigenbauer des 19. Jahrhunderts — etwas straffer in der Wölbung, mit dem für Wien typischen kräftig-klaren Ton.
verfügbar nach Absprache
Prozess
Vom Holz bis zum ersten Strich.
Wir wählen für jedes neue Instrument die Decken- und Bodenhölzer mit Bedacht — meist europäische Fichte für die Decke, geriegelter Ahorn für Boden, Zargen und Hals. Die Wölbungen werden mit dem Hobel und der Hand herausgearbeitet, die Stärken in Millimetern abgestimmt.
Für Bratschen verwenden wir häufig ein kleines altfranzösisches Modell, das ebenso als Barockinstrument geeignet ist. Die Lackierung erfolgt nach klassischen Schellack- oder Öllackrezepten — in dünnen, langsam aufgebauten Schichten, die das Holz nicht versiegeln, sondern atmen lassen.

Ein neues Instrument im Sinn?
Beratungstermine zur Modellwahl, Klangvorstellung und Lieferzeit sind unverbindlich. Wir besprechen die Wahl direkt im Atelier.